Wie schnell die Zeit vergeht. Bereits gehört das vierte Vereinsjahr der Vergangenheit an. Erneut konnten wir unsere Projekte in Peru grosszügig unterstützen, dank den vielen Spenden die wir entgegennehmen durften. Für das Vertrauen in unsere Arbeit möchte ich mich herzlich bedanken.
Der Spendeneingang im vergangenen Jahr ist dem vom Vorjahr fast gleich geblieben, was uns natürlich sehr freut. Somit können wir unseren Verpflichtungen den Projekten gegenüber nachkommen und die beiden Frauenprojekte nicht nur weiterführen, nein wir durften sie sogar im neuen Vereinsjahr aufstocken. Die Frauengruppe in Lima ist sehr dynamisch geworden und sie konnte mit gutem Gewissen in die Selbständigkeit entlassen werden. Täglich ziehen Leute vom Land in die Stadt mit der Hoffnung auf ein besseres Leben. Die Realität ist aber, dass sie sich an den Hügeln am Rande der Stadt in ganz primitiven Verhältnissen einrichten müssen. Es fehlt an allem. Deshalb hat sich die Projektverantwortliche, Jenny Alfaro, entschieden, mit diesen Frauen einen neuen Ausbildungszyklus von drei Jahren zu starten. Einige Frauen aus der abgeschlossenen Gruppe werden als Leiterinnen mitarbeiten. Auch das Frauenprojekt FEPROMU in ICA mit dem Mikrokreditsystem und der Beratungsstelle unterstützt die Frauen auf dem Weg zur Selbständigkeit. Durch den Aufbau eines kleinen Geschäfts werden sie selbstsicherer, finanziell unabhängiger und können den Kindern eine bessere Ausbildung offerieren.
Unsere Ehrenpräsidentin, Gertrud Bärtschi, hat im Januar die Projekte zusammen mit Jean-Marie Zielinski besucht. Der gegenseitige Austausch ist sowohl für Frau Bärtschi wie auch für die Projektverantwortlichen wichtig. Ende Februar bin ich nach Peru gereist und durfte zusammen mit unserem Vorstandsmitglied, Heinz Bossart, alle Projekte besuchen. Diese Begegnungen waren sehr wertvoll, konnten so das Vertrauen und das gegenseitige Verständnis erneut vertieft werden. Mit Guillermo Curaca, dem Projektverantwortlichen von Chillihuani, sind wir nach Arapa in der Nähe des Titicacasees gefahren, um uns ein Bild von der erfolgreichen Forellenzucht zu machen. Pater Markus Degen aus Oberwil, der seit vielen Jahren in Peru tätig ist, hat mit der Bevölkerung das Projekt aufgebaut. Heute geht die Produktionskette von der Aufzucht der Setzfische bis zu den fix fertig verarbeiteten Forellenfilets. Seine langjährige Erfahrung und sein grosses Wissen helfen uns, den Aufbauprozess der Fischzucht in Chillihuani besser zu verstehen. Sie haben die erste Zucht mit Erfolg abgeschlossen und seit Februar läuft die zweite Zucht. Damit das Ziel der Selbständigkeit erreicht werden kann, haben wir uns für den weiteren Ausbau der Anlage entschlossen.
Erneut hat sich die Mitgliederzahl leicht erhöht, heutiger Stand 134.
Im Namen des Vorstands bedanke ich mich herzlich, für die Treue und die Solidarität für die ärmsten Menschen in Peru sowie Ihr Vertrauen uns gegenüber.